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Steuern in der Schweiz: Bund, Kanton, Gemeinde

Wer in der Schweiz Einkommenssteuer zahlt, zahlt sie in der Regel an drei Stellen gleichzeitig: an den Bund, an den Kanton und an die Gemeinde. Nur die erste ist überall gleich. Die anderen beiden sind der Grund, warum derselbe Lohn an zwei Wohnorten zu spürbar verschiedenen Rechnungen führt.

Orientierung, keine Rechts- oder Finanzberatung — massgebend ist die zuständige Stelle. Diese Seite nennt bewusst keine Beträge und Fristen.

Die direkte Bundessteuer ist überall dieselbe

Die direkte Bundessteuer richtet sich nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) und kennt für die ganze Schweiz denselben Tarif. Sie unterscheidet nach Zivilstand und Haushalt, aber nicht nach Wohnort.

Erhoben wird sie trotzdem vom Kanton — die Steuererklärung ist dieselbe.

Kanton und Gemeinde: Tarif mal Steuerfuss

Auf kantonaler und kommunaler Ebene kommen zwei Grössen zusammen. Der Tarif legt fest, wie viel Steuer ein bestimmtes steuerbares Einkommen auslöst — das ergibt die sogenannte einfache Steuer. Der Steuerfuss ist ein Faktor darauf, meist in Prozent angegeben, den Kanton und Gemeinde je für sich festlegen und jährlich anpassen können.

Auf der Rechnung stehen je nach Kanton und Konfession noch weitere Posten, etwa die Kirchensteuer oder eine Personalsteuer. Sie sind meist klein, aber sie erklären, warum die Summe nicht genau dem entspricht, was ein reiner Einkommensrechner ausgibt.

Zwei Gemeinden im selben Kanton haben deshalb denselben Tarif, aber je ihren eigenen Steuerfuss — der sich unterscheiden kann. Zwei Kantone haben beides verschieden. Das ist der eigentliche Hebel hinter den bekannten Kantonsvergleichen. In einzelnen Kantonen gibt es daneben Besonderheiten, etwa Gemeinden ohne eigene Gemeindesteuer.

Was vom Einkommen abgezogen wird

Besteuert wird nicht der Lohn, sondern das steuerbare Einkommen — also das, was nach den zulässigen Abzügen bleibt. Dazu gehören je nach Situation Berufsauslagen, Beiträge an die Säule 3a, Krankheitskosten über einer Schwelle, Kinder- und Betreuungsabzüge und weitere.

Welche Abzüge in welcher Höhe zulässig sind, unterscheidet sich zwischen Bund und Kanton und zwischen den Kantonen. Genau hier geht am meisten verloren — nicht durch falsche Angaben, sondern durch Abzüge, die niemand eingetragen hat.

Häufige Fragen

Warum zahle ich anders als jemand im Nachbarkanton?

Weil der Kanton den Tarif festlegt und Kanton und Gemeinde je ihren eigenen Steuerfuss beschliessen. Nur die direkte Bundessteuer ist überall gleich. Derselbe Lohn kann dadurch je nach Wohnort zu deutlich verschiedenen Rechnungen führen.

Was ist der Steuerfuss?

Ein Faktor auf die einfache Steuer, meist in Prozent angegeben, den Kanton und Gemeinde je für sich beschliessen. Der Tarif sagt, wie hoch die einfache Steuer ausfällt; der Steuerfuss sagt, mit welchem Faktor sie erhoben wird. Beide zusammen ergeben die kantonale und kommunale Steuer.

Welche Abzüge kann ich machen?

Das hängt von der Situation und vom Kanton ab — häufig sind Berufsauslagen, Beiträge an die Säule 3a, Krankheits- und Unfallkosten über einer Schwelle sowie Kinder- und Betreuungsabzüge. Höhe und Voraussetzungen unterscheiden sich zwischen Bund und Kanton; verbindlich ist die Wegleitung des eigenen Kantons.

Wo rechne ich verbindlich?

Verbindlich ist am Ende die Veranlagung der kantonalen Steuerverwaltung. Für eine belastbare Vorausberechnung stellt die Eidgenössische Steuerverwaltung einen Rechner bereit, der Bund, Kanton und Gemeinde berücksichtigt.

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Quellen und Rechner

Maloja Plana steht mit diesen Stellen in keiner Verbindung. Die Verlinkung bedeutet keine Zusammenarbeit und keine Billigung. Nicht alle davon sind Behörden — die SKOS etwa ist ein Fachverband, ihre Richtlinien sind Empfehlungen.

Diese Seite ist eine Orientierungshilfe auf Basis öffentlicher Informationen — keine Rechts- oder Finanzberatung. Sie nennt bewusst keine Beträge, Fristen oder Einkommensgrenzen: die sind kantonal verschieden und ändern regelmässig. Massgebend ist immer die Auskunft beziehungsweise die Verfügung der zuständigen Stelle.
Inhaltlich geprüft: September 2026.

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